Wels – Kramsach – Reutte – Aschau im Chiemga – und zurück

Vier Tage, jede Menge Kurven, wechselhaftes Sommerwetter und beste Stimmung – auch heuer stand wieder unsere große Mehrtagestour auf dem Programm! Vom 31. Juli bis 4. August machten wir uns auf zwei Rädern auf den Weg: Von Wels aus über das Tiroler Unterland und die Lechtaler Alpen, über einen Abstecher ins bayerische Voralpenland bis an den Chiemsee und schließlich über das Salzkammergut wieder retour in die Heimat. Ein großes Abenteuer mit allem, was für uns Rolllators einfach dazugehört.

Tag 1: Von Wels nach Kramsach – Zwischen Hitzewelle und Regenguss


Früh morgens starteten wir in Wels bei feinstem Reisewetter. Die Roller schnurrten und die Vorfreude war riesig. Je weiter uns die Route über das Innviertel und das Deutsche Eck in Richtung Tiroler Raum führte, desto mehr drehte der Sommer auf: Die Temperaturen kletterten in schweißtreibende Höhen und die Hitze wurde regelrecht sengend.

Da halfen nur regelmäßige Schattenpausen für Ross und Reiter – und natürlich für unsere Raucherfraktion. Ein besonderes Highlight war dabei unser Einkehrschwung im Café „Kaff“: Ob es nun an der gemütlichen Atmosphäre lag oder schlichtweg am passenden Namen, sei dahingestellt – die Pause tat jedenfalls richtig gut!

Kurz vor unserem Tagesziel Kramsach schlug das Wetter dann allerdings um: Ein heftiger Regenschauer erwischte uns auf den letzten Kilometern. Glücklicherweise schafften wir es ohne grobe Wasserschäden in unsere Unterkunft. Bei hervorragendem Essen, kühlen Getränken und bester Laune konnten wir uns aufwärmen und den Tag gemütlich ausklingen lassen, während der Regen draußen die ganze Nacht durchhielt.

Route:

  • Wels
  • Grieskirchen
  • Mattighofen
  • Schneizlreuth
  • St. Johann in Tirol
  • Kramsach

Tag 2: Von Kramsach nach Reutte – Über das Kühtai in die Lechtaler Alpen


Beim Blick aus dem Fenster zum Frühstück sah es zunächst noch trüb aus – Dauerregen. Doch pünktlich zur Abfahrt meinte es der Wettergott gut mit uns: Der Regen stoppte und schon nach kurzer Fahrzeit begleitete uns herrlicher Sonnenschein bei perfektem Rollerwetter.

Vorbei am malerischen Achensee ging es für einen kurzen Abstecher über die bayerische Grenze nach Wallgau, wo sich die ganz Harten unter uns bei einem Isar-Bad die verdiente Abkühlung holten. Zurück auf Tiroler Boden meldete sich in Kematen der Magen: Bei einem urigen Würstelstand befriedigten wir unsere Fleischeslust und saßen dabei ganz geschickt einen kurzen Regenschwall im Trockenen aus.

Frisch gestärkt wartete das fahrerische Highlight des Tages: die Auffahrt ins Kühtai, dem höchsten Punkt unserer diesjährigen Tour. Traumhafte Passstraßen, herrliche Bergpanoramen und griffiger Asphalt ließen jedes Rollerherz höherschlagen! Über Haiming und die Lechtaler Alpen rollten wir schließlich entspannt nach Reutte, wo wir unser wohlverdientes Nachtquartier bezogen.

Route:

  • Kramsach
  • Achenkirch
  • Wallgau
  • Kematen in Tirol
  • Haiming
  • Stanzach
  • Reutte

Tag 3: Von Reutte nach Aschau im Chiemgau – Königsschlösser und Kurvenspaß


Tag drei führte uns wieder über die Grenze nach Bayern. Erster Programmpunkt des Tages: das weltberühmte Schloss Neuschwanstein bei Schwangau. Die Kulisse ist schlichtweg beeindruckend und bot den perfekten Hintergrund für tolle Erinnerungsfotos und einen grandiosen Ausblick.

Danach ging es auf das, wofür wir da sind: Kurven, Kurven und noch mehr Kurven! Über Oberau, Kochel am See und den Tegernsee schlängelten sich die Landstraßen genau so, wie man es sich als Zweiradfahrer wünscht. Auch das Fahren im Verband klappte immer harmonischer – der eine oder andere kleine „Schluckauf“ in der Kolonne gehört bei einer echten Rolllators-Ausfahrt schließlich mit zum Charme.

Unser Ziel für den Abend war Aschau im Chiemgau. Pünktlich zur Ankunft setzte – wie mittlerweile schon fast gewohnt – das allabendliche Regenwetter ein. Bei gewohnt köstlicher Bewirtung und ausgelassener Stimmung ließen wir die Kilometer des Tages Revue passieren.

Route:

  • Reutte
  • Schwangau
  • Steingaden
  • Oberau
  • Kochel am See
  • Tegernsee
  • Aschau im Chiemgau

Tag 4: Von Aschau im Chiemgau zurück nach Wels – Pässe-Chaos und Zieleinlauf


Die Sonne weckte uns an unserem letzten Tourtag und versprach bestes Fahrwetter. Nach einem kurzen Schlenker an den Chiemsee – inklusive der obligatorischen Rauchpause für unsere Suchtler – ging es weiter Richtung Heimat.

Ganz ohne Abenteuer sollte es aber nicht bleiben: Zwei der fest eingeplanten Pässe waren kurzfristig gesperrt, sodass wir in Inzell spontan umplanen mussten. Die Lagebesprechung verlegten wir kurzerhand zum „Hirschbichler“, wo wir uns pünktlich vor dem 12-Uhr-Läuten eine traditionelle Weißwurst schmecken ließen und die Umfahrung austüftelten.

Die neue Route brachte uns zwar im Salzburger Stadtgebiet kurz vom Kurs ab und bescherte uns ein wenig Stadtverkehr in der Sommerhitze, doch die Pause nutzten wir gleich zum Volltanken unserer Gefährte. Über das wunderschöne Salzkammergut – vorbei an Hof und Bad Ischl – ging es über Pettenbach schnurstracks zurück nach Wels. Den perfekten und wohlverdienten Abschluss unserer Reise feierten wir schließlich gemeinsam bei Ewelina.

Fazit:

Vier Tage voller Fahrspaß, herrlicher Strecken, lustiger Zwischenstopps und bester Kameradschaft! Ein riesengroßes Dankeschön geht wie immer an Heli für die tolle Planung und Führung. Es war wieder eine ausgezeichnete Tour – wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!

Route

  • Aschau im Chiemgau
  • Siegsdorf
  • Hinterpoint
  • Teisendorf
  • Hof bei Salzburg
  • Bad Isch
  • Pettenbach
  • Wels